Der Öko-Tex-Standard 100 ist das bekannteste Label für schadstoffgeprüfte Textilien. Zum Jahresbeginn wurden die Kriterien für das Zeichen erweitert. So werden Textilien künftig auf Perfluoroctansulfonate (PFOS) und Perfluoroctansäure (PFOA) untersucht. Die Schwermetalle Blei und Cadmium werden auch in den Materialien nicht textiler Zubehörteile überprüft, die bedenklichen Phthalate DEHP, BBP und DBP auch in Textilien ohne Hautkontakt und in Dekotextilien wie Vorhängen oder Tischdecken kritisiert. Zudem wird der Einsatz des Flammschutzmittels Hexabromocylcododecan in Ausstattungstextilien untersagt. Klingt gut, ist es aber nur bedingt. So ist etwa Blei in Produkten für Babys erst ab Werten über 45 mg/kg nicht mehr zulässig, Cadmium ab Werten über 50 mg/kg. Das ist aus unserer Sicht viel zu hoch. In den übrigen Produktklassen sind sogar 100 mg/kg Cadmium zugelassen – das entspricht gerade einmal dem in der Chemikalien-Verbots-Verordnung festgelegten gesetzlichen Grenzwert. Auch der Grenzwert für PFOS geht nicht über das gesetzliche Verbot hinaus.
Die Grenzwerte, die das der Öko-Tex-Standard für einige Chemikalien festgelegt hat, sind nach Ansicht von ÖKO-TEST noch zu hoch.
Quelle: www.oekotest.de

