Nicht zu fassen, eine spielerische Adaption des Märchens Der Wolf und die sieben Geißlein von Zoch, darf sich neben drei weiteren Spielen mit dem Titel "nominiert zum Kinderspiel des Jahres 2009" schmücken. Dies gab die Jury Spiel des Jahres im Rahmen einer Pressekonferenz zur Vergabe der rennomierten Preise "Spiel des Jahres" und "Kinderspiel des Jahres" bekannt.
Hinterm Schrank, in der Standuhr oder unterm Waschzuber viele Verstecke sind möglich im neuen Kinderspiel des Münchner Spieleverlags Zoch. Nicht zu fassen ist eine Mischung aus Verstecken, Rollenspiel und Interaktion. Richtig spannend wirds, wenn eines der Kinder in die Rolle des Wolfs schlüpft und als Fingerpuppe die Geißlein, die sich vor ihm versteckt halten, suchen darf. Das Märchen vom Wolf und den sieben Geißlein ist hier spielerisch umgesetzt. Dazu verstecken die Spieler ihre Geißlein im Mobiliar des Zimmers: im Ofen, im Schrank, im Bett, unter dem Tisch, hinter der Türe, in einem Waschzuber oder in der Standuhr. Erwartungsvoll zählt der Wolf auf zehn. Dann macht er sich schnüffelnd auf die Suche. Jedes gefundene Zicklein gehört ihm. Für gute Verstecke gibts als Belohnung Wackersteine. Gewonnen hat am Ende, wer am meisten davon besitzt oder der Wolf, wenn er sieben Geißlein gefunden hat.
Die von Fréderic Moyersoen (Belgien) entwickelte Spielidee besticht nicht nur durch eine schöne Umsetzung, sondern auch durch das Spielmaterial mit einem Wolf als Plüsch-Fingerpuppe, Spielfiguren aus Holz und Möbel aus stabilem Karton. Die Regeln sind kurz und eingängig erstellt. Nicht zu fassen von Zoch für zwei bis sechs Spieler ab vier Jahren. Preis zirka 27 Euro.
Bei der Vergabe des renommierten Kulturpreises ist der Münchner
Zoch Verlag nicht zum ersten Mal dabei: Zicke Zacke Hühnerkacke
erhielt vor elf Jahren den Titel Sonderpreis Kinderspiel des Jahres
1998. Mit dem Kritikerpreis Spiel des Jahres wurden 2005 Niagara
und 2002 Villa Paletti ausgezeichnet.
Nominiert zum Spiel des Jahres waren Suleika im Jahr 2008,
Dicke Luft in der Gruft im Jahr 2004 und Zapp Zerapp im Jahr 2001.
Bei den Kin-derspielen erhielt Didi Dotter im vergangenen Jahr und
Los Mampfos im Jahr 2006 die Auszeichnung Nominiert zum Kinderspiel
des Jahres. 1997 erhielt Aztec den Sonderpreis Schönes Spiel.
Begonnen hat die Ver-lagsgeschichte 1987 mit dem Klassiker Bausack,
der im Folgejahr auf der Auswahlliste der Jury Spiel des Jahres
stand.
Der Autor: Fréderic Moyersoen
Geboren am 2. März 1961, verheiratet, Vater von drei Kindern. Lebt
in Bel-gien. Großer Fan von allen Spielen. Spielte als Kind primär
Risiko und Stra-tego. Abschluss an einer belgischen Filmschule.
Arbeitete kreativ und im Bereich "Werbung" für verschiedene Firmen.
Seine Hobbies sind Spielen, Malen (Aquarell- und Ölbilder),
Fotografieren und Weinkeltern.
