Urlaub heißt raus aus dem Alltag. Es gilt, neue Orte zu entdecken, ob am Meer, in den Bergen, auf Bauernhöfen oder Campingplätzen, bei Spiel und Sport manches neue Abenteuer zu bestehen. Gerade Eltern mit Kleinkindern sind da gefordert. Denn Spielen in neuer Umgebung bedeutet auch unbekannte Gefahrenquellen. Diese gilt es, gemeinsam nach der Ankunft zu entdecken nach dem Motto „Gefahr erkannt, Gefahr gebannt“: die steile Uferböschung, der Bootsanleger, der Swimmingpool, die verkehrsreiche Straßenkreuzung vor der Tür, aber auch tiefe Burgen am Sandstrand, die nachrutschen können, oder die Viehtränke, die Dunggrube, die Heubodenluke auf dem Bauernhof.
„Vergessen wird häufig, dass das Feriendomizil oft nicht den gleichen Sicherheitsstandard wie zu Hause bietet, aber all unsere Alltagsgefahren fahren mit in Urlaub“, so Dr. Jörg Schriever, Unfallbeauftragter des Berufsverbandes der Kinder und Jugendärzte (BVKJ). Stolperfallen wie Kabel, Teppichkanten und rutschende Matten sollten beseitigt, Steckdosen auf Kindersicherungen überprüft und auf freistehende Wasserkocher möglichst verzichtet werden. Sind Regale klettersicher angedübelt, Fernseher umsturzsicher aufgestellt, Grillanzünder, Lampenöle, Geschirrspülmittel, Medikamente, Spirituosen etc. kindersicher aufbewahrt?
In mancher Ferienwohnung oder beim Campen ist das nur schwer oder gar nicht umzusetzen. Umso vorsichtiger muss man sein. Umso mehr muss man aufpassen. Unfälle sind bekanntlich keine Zufälle.
Die meist bunten Flaschen mit schäumenden Reinigungsmitteln zum Geschirrspülen und Waschen wie Shampoos etc. gelangen leichter in Kinderhand und stellen eine ständige Vergiftungsgefahr dar. Diese Sicherheitslücke kann weitgehend geschlossen werden, wenn Eltern beim Kauf darauf achten, dass diese Substanzen vom Hersteller durch Beimischung von Bitterstoffen über ein zusätzliches Sicherheitsmerkmal verfügen. Bitterstoffe sorgen aufgrund ihres extrem bitteren Geschmackes dafür, dass in der Regel schon die kleinste Kostprobe sofort wieder ausgespuckt wird. „Das gilt umso mehr, da es experimentierfreudigen, geschickten Kindern immer häufiger gelingt, Kindersicherheitsverschlüsse von Reinigungsmitteln zu knacken“, so Klaus Afflerbach vom Deutschen Grünen Kreuz e. V.
Quelle: DEUTSCHES GRÜNES KREUZ e.V.
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